Granulate
DIE MEISTEVERBREITETE ANWENDUNGSFORM VON CHINESISCHEN KRÄUTERN IM WESTEN
Extraktgranulate sind eine patientenfreundliche Alternative zu Rohdrogen. Wegen ihrer handlichen Anwendung haben sich die Granulate bei einer Mehrheit unserer Kundschaft durchgesetzt. In Europa sind die Granulate die meistverbreitete Anwendungsform der TCM-Arzneimittel; schätzungsweise 75–80 Prozent aller Arzneiverschreibungen werden in Granulatform eingenommen. Über 500 Granulatprodukte führt die LIAN im Sortiment, um den Bedürfnissen der in der Schweiz und im EU-Raum gerecht zu werden.
Hinter den Granulaten steckt ein komplexes, hoch technisiertes und schonungsvolles Produktionsverfahren. Dessen Ziel ist es, das Wirkungsspektrum der Arzneien so weit als möglich zu erhalten. Die meisten Einzelgranulate und alle traditionellen Mischungen werden in Taiwan mit Wasser traditionell dekoktiert, aufkonzentriert und mit Hilfsstoffen (Maisstärke, MCC) zu Granulaten verarbeitet. Mineralien, tierische Produkte, Pilze und in begründeten Fällen auch einige pflanzliche Produkte werden nicht mit Wasser dekoktiert, sondern fein gemahlen.
GRANULATEINNAHME
Direkteinnahme, Tee, Kapseln oder Tabletten
Im Westen nimmt man die Granulate am häufigsten als Tee ein. Die Granulatrezeptur wird mit warmem Wasser übergossen, aufgerührt und eingenommen. Da die meisten Granulate eine Trägersubstanz aus Maisstärke haben, lösen sie sich nicht komplett auf; es entsteht ein trüber Bodensatz, der vor der Einnahme aufgerührt werden muss. Einige Therapeuten empfehlen, morgens die ganze Tagesdosis Granulat in einem kleinen Thermoskrug anzumischen, damit bei der Arbeit oder unterwegs die Einnahme nicht vergessen geht und ohne Aufwand möglich ist.
In Taiwan besteht die am weitesten verbreitete Methode darin, das Kräutergranulat direkt einzunehmen und mit Wasser hinunterzuspülen. Da die taiwanesischen Granulate gute Fliesseigenschaften haben und nicht klumpen, ist diese Methode gut geeignet. Sie ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Meist lässt sich das Granulat problemlos mit Wasser hinunterspülen, manchmal aber bleibt das Pulver am Gaumen kleben und es braucht noch mehr Flüssigkeit, um es komplett einzunehmen.
Für Personen, die Granulate aufgrund ihres Geschmacks nicht einnehmen können, besteht die Möglichkeit, das Pulver in Kapselform oder zu Tabletten gepresst zu schlucken. Der Vorteil von Kapseln und Tabletten neben der fast gänzlichen Geschmacklosigkeit ist die einfache Anwendung bei der Arbeit oder auf Reisen.

Die äusserliche Anwendung von Granulaten
Anleitung für Kompressen mit Kräuterpulver oder Granulaten
- Kräuterpulver oder Granulat mit wenig Wasser zu einer Paste vermischen (Achtung, es bedarf meistens nur sehr wenig Wasser)
- Die Paste am betroffenen Körperteil auftragen und mit einer Gaze oder einem anderen sauberen Tuch abdecken (Achtung, die Paste färbt ab).
- Mit einem zweiten sauberen Tuch umwickeln und während mindestens einer Stunde belassen (je nach Anweisung des Arztes/Therapeuten länger).
- Täglich oder nach Anweisung des Arztes/Therapeuten wiederholen.
- Die verwendete Paste nach der Anwendung mit den Hausmüll entsorgen.
Auch Granulate werden zur äusserlichen Anwendung benutzt. Unsere Anleitung für Kompressen mit Granulaten können Sie bei der Bestellung im Online-Bestellsystem (OOS) anwählen, dann verschicken wir sie zusammen mit den Arzneimitteln direkt an Ihre Patientin, Ihren Patienten.